Broders Spiegel: Notstands-Normalität mit Alltagsmaske

13. Juli 2020

Wir sollen den Maskenzwang als alltägliche Normalität akzeptieren, deshalb werden die Masken, die zu tragen wir gezwungen werden, jetzt in Regierungskampagnen auch Alltagsmasken genannt. Logischerweise müssten nun auch Sonntags- und Festtagsmasken folgen. Vielleicht kommt das ja noch. Wir haben in den letzten Monaten eine fundamentale Richtungsänderung erlebt: Wir sind von Bürgern zu Untertanen geworden, die ihr Leben täglich nach neuen staatlichen Verboten und Geboten ausrichten und dankbar sind, wenn die Zügel etwas gelockert werden. Das Notstandshandeln war zeitweise sicher legitim, doch er darf nicht zum Normalfall werden. Und ganz schlimm wird es, wenn wir vergessen, dass es mal eine demokratische Ordnung gegeben hat, die auf dem Individuum und seiner Freiheit beruhte.

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