Berlin: Demonstration gegen Corona-Einschränkungen im Regierungsviertel

7. Mai 2020

Unter massiver Polizeiaufsicht haben Dutzende Demonstranten am Mittwoch vor dem Berliner Reichstagsgebäude gegen die Einschränkungen von Bürgerrechten wegen der Corona-Pandemie protestiert. Einige von ihnen skandierten Rufe wie „Diktatur“ oder forderten das Versammlungsrecht für sich ein. Manche hielten eine Ausgabe des Grundgesetzes in die Höhe. Die Polizei sprach von bis zu 400 Teilnehmern einer nicht angemeldeten Ansammlung, zu der über soziale Netzwerke aufgerufen worden sei. Bei zwei Dutzend Personen sei die Identität aufgenommen worden. Auch eine mögliche Pflicht zu Impfungen wurde von Demonstranten thematisiert. „Wir haben Angst, nicht vor Corona, wir haben Angst vor dem, was jetzt politisch in diesem Land passiert und was weltweit passiert“, sagte Protestteilnehmer Bernhard van Moll Reuters TV. „Wir haben Angst, dass es eine Impfpflicht gibt. Wir haben Angst vor der Korruption, die durch die Bill- und Melinda Gates-Stiftung ins Rollen kommt.“ Es gehe um das ganze virusbedingte Maßnahmenbündel der Regierung, dabei handele es sich um eine „absolute Maßlosigkeit“, sagte er. Auf der Internetseite des Rundfunks Berlin-Brandenburg (rbb) hieß es am Mittwochabend, ein Kamerateam der ARD sei bei der Demonstration Opfer eines „Übergriffs“ geworden.

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