Hass und Hetze gegen Kinder von AfD-Abgeordneten

29. Dezember 2020

Die Sippenhaft ist in Deutschland offiziell abgeschafft. Inoffiziell wird sie offenbar im „Kampf gegen rechts“ wieder eingeführt. Denn der alltägliche politische motivierte Kleinkrieg des etablierten Politik- und Medienbetriebs macht auch vor den Kindern von bekannten Repräsentanten der AfD nicht Halt.

Der Pianist Igor Levit, der kürzlich von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, sagte, wer AfD-Mitglied ist, habe sein Menschsein verwirkt. Die in Russland geborene Hamburger AfD-Abgeordnete Olga Petersen hat so eine Einstellung am eigenen Leib erlebt – und auch ihre Kinder, wie sie im aktuellen Interview mit mir auf Youtube schildert:

„Meine kleine Tochter kam eines Tages aus der Schule nach Hause und sagte, der und der möchten nicht mehr mit mir spielen. Wegen dir. Der hat gesagt, du bist in einer Partei, die gegen Menschen hetzt, und dass du Juden tötest.“ Daraufhin habe sie ihrer Tochter erst einmal viel erklären müssen, was damit gemeint war, so Petersen – die Fördermitglied in der Vereinigung „Juden in der AfD“ ist. „Ich habe versucht, Gespräche mit den Eltern zu suchen, habe ihnen gesagt: Das Kind hat sich drei Jahre wohlgefühlt, warum plötzlich dieser Umschwung, sie fühlte sich nicht mehr wohl. Als Antwort kam: ‘Sie sind eine Hetzpartei‘. Ich sagte: ‘Eigentlich machen sie aber doch nichts anderes, sie hetzen ihr Kind auf mein Kind!‘“

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